Juli 13

Donnerstag, 13. Juli Endlich wieder Sonne

Endlich wieder Sonne – die Stimmung steigt!

Wir fahren an die Südostspitze von Rügen. Eine Kinderwanderung führt uns auf den „Lotsenturm“ an blühenden Klatschmohnfeldern vorbei. Die Aussicht vom Turm ist wunderbar. Man sieht bis Peenemünde! Oben gibt’s das heißersehnte Vesper.

Der Rückweg macht uns allen Spaß man sieht Fenja mit ihren Jungs lachend in der Blumenwiese stehen.

 

Nächstes Ziel ist das Ostseebad Göhren. Die Seebrücke an der Bernsteinpromenade, das leckere Eis und vor allem der Spielplatz locken die Kinder. Ich erhole mich erstmal mit Cappuccino und Kuchen um mit frischen Kräften am Spielplatz zuschauen zu können.

Rückfahrt ins Ferienhaus – unterwegs stürmen wir einen Edekaladen mit drei kleinen Einkaufswagen geschoben von drei Kindern und bewacht von drei Erwachsenen.  Spaß muss schließlich sein, besonders an der Kasse.

 

Juli 12

Mittwoch, 12. Juli – Regen über Rügen

Für heute Nachmittag ist Regen angekündigt.

So unternehme ich noch schnell eine kleine Radtour am Vormittag zum Naturcamping Pritzwalk. Der gefällt mir gut, da er zum Teil unparzelliert ist und direkt  Strand liegt. Wenn ich mal wieder auf Rügen bin, dann gehe ich dort hin.


Auf der Rückfahrt regnet es schon ordentlich und ich komme völlig durchgeweicht zurück.

 

 

 

 

 

 

 

Schnell trocken legen und dann geht’s zu sechst nach Stralsund in’s Meeresmuseum. Unzählige Familien mit Kindern waren schon da. Trotzdem ein gelungener Nachmittag – mal sehen was die Kinder heute Nacht von Meeresungeheuern träumen

Juli 12

Dienstag, 11. Juli – Ick hab nen Koffer in Berlin

Wunderbar geschlafen, Frühstück mit Ausblick zur Elbe – ein rotbraunes Eichhörnchen klettert am nahen Baum. Die „Marina Coswig“ist einfach schön zum Übernachten. Auf dem Weg zum Sanitärhaus lese ich Luthers Ausspruch: „Wenn etwas nicht so wird, wie du es willst, dann wird es besser werden.“  Noch einen Espresso und dann geht’s kurz vor 8 Uhr weiter.
Bin kurz vor Berlin – da könnte ich schnell bei Cornelia und Jürgen vorbeischauen. Zumal es noch früh am Vormittag ist. Also tauche ich unangemeldet gegen halb 11 bei ihnen auf. Conni ist gerade am Mülleimer – sie zeigt mir auch gleich das umgabaute Haus, was mir sehr gut gefällt. Den Umbauvorgang kenne ich doch gut von Jens und Inkas Haus. Jürgen freut sich sichtlich über meinen Überfall. So spazieren wir im Dahlemer Grüngürtel (Champignons in Massen auf der Wiese) und essen zu Mittag in der „Eierschale“.
Bauch und Auto vollgetankt (ohne Promille) starte ich gegen 14 Uhr gen Norden (Bild: Windspargel an der Autobahn)

Aus dem Ferienhaus auf Rügen hört man schon die Kinder beim abendlichen Badefest. Das Haus liegt mitten im Korn- und Rapsfeldern. Der große Garten würde einer Fußballmannschaft genügend Auslauf bieten, also genau richtig für Fenja, Norwin und Arved.

Katgeorie:Sommer 2017 mit Thomas | Kommentare deaktiviert für Dienstag, 11. Juli – Ick hab nen Koffer in Berlin
Juli 10

Montag, 10. Juli – Fahrt nach Norden

Natürlich schlecht geschlafen trotz, oder vielleicht wegen des Pläneschmiedens am Sonntag Nachmittag! Bin dann gerne um 5 Uhr früh aufgestanden. Abfahrt gegen 7 Uhr. Die Strecke über Lindau, Memmingen, Ulm auf der A7 ist ja hinlänglich bekannt, nur dass ab Ulm die Fahrbahn in die Jahre gekommen ist. Da gibt es momentan zwei Baustellen, an denen ich gut eine Stunde zugeben musste. Dagegen ist die A6 in Richtung Nürnberg nun in sehr gutem Zustand – einschließlich einiger großzügiger Parkplätze (siehe 1. Vesperfoto).
Nach etwa 600km kam ich gegen 18 Uhr in Coswig an der Elbe an (2 Bilder: Stellplatz und Blick elbaufwärts nach Coswig. Der nächste Ort nach Coswig ist schon Wittenberg.
Der Campingplatz ist richtig schön und gut eingerichtet. Kleine Tafeln mit Luthersprüchen zieren den Rasen und die Wege.
Ich war also heute 11 Stunden unterwegs, davon etwa 1 1/2 Stunden im Stau und 4 Pausen von mindestens 30 Minuten. Die diversen Wolkenbrüche, besonders zwischen Bayreuth und Hof haben die Fahrt auch ordentlich gebremst.
Zum Abendessen schaue ich mal im Restaurant vorbei – verdient, oder?

Juli 3

ein Sommer in Polen 2017

 

Idee: Nach dem Baltikum 2016 eine gute Ergänzung
Wichtig: Bus ist wieder repariert, und eingerichtet.Ich sollte keine Verzögerung der Abreise zulassen.
Grobplanung: Rügen- Usedom – Ostseeküste bis Danzig – Kaschubische Schweiz – Masuren
Aktivitäten: Fahrrad, Paddeln, Segeln? und Kultur
Probleme: diese schwierige Aussprache

 

Oktober 5

Rund um das Piano Grande

Heute mal was vom Fliegen. Im Nationalpark Sibillinische Berge oberhalb von Norcia liegt das verträumte Dorf Castelluccio quasi als Abschluss der Hochebene namens Piano Grande. Das Dorf kauert malerisch auf einem Hügel in ca 1400m Höhe, und entsprechend alpin ist auch die Umgebung. Bis 2500m reichen hier die grasbewachsenen und dabei gleichzeitig schroffen Berge.

 

Zu acht sind wir aus Berlin angereist, sieben davon Gleitschirmflieger. In der Unterkunft von Rodolfo ist bereits eine Schweizer Gleitschirmschule aus Chur untergebracht als wir spätabends ankommen. Die Gegend ist bekannt unter Tütenfliegern, und mittlerweile gibt es in dem kleinen Dorf mehrere Restaurants und Unterkünfte.

Bei gutem Flugwetter ist es hier morgens meistens noch neblig. Hier unsere Unterkunft am frühen Morgen:


Auf jeden Fall war der erste Flugtag schon mal ein richtig netter Einstieg, gestartet vom Fontanile Richtung Osten mit Blick auf das Piano Grande. Außer uns Berlinern sind noch 2 acro-ambitionierte Franzosen und eben die Schweizer in der Luft. Es geht bis an die Basis hoch, teils ist es etwas turbulent.


Auch der Nachmittagsflug war noch mal sehr ergiebig und gegen Abend dann auch soft in der Luft.

Juli 24

Zieletappe: ein See, zwei Königsschlösser, drei Kirchenkreuze

Am Fuß des Säulings gehen wir zunächst ein kurzes Stück an der Autobahn entlang, um dann in den Mischwald abzubiegen. In den höheren Lagen vorher hat noch der Nadelwald dominiert.

Nach einem längeren Anstieg passieren wir die unbeschilderte Grenze nach Deutschland, um dann nach steilem Abstieg auf den Alpsee zu treffen – mit Badepause und super Blick auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein.

Je näher wir an Füssen herankommen, desto häufiger treffen wir auf „normale“ Touristen, die nicht wandern. Der letzte größere Aufstieg führt auf den Kalvarienberg – auf den ein eigener Kreuzweg von der anderen Seite führt. Hier sind gleich 3 Kreuze nebeneinander installiert.

Der Abstieg zum Lechfall dauert dann keine 10 Minuten mehr. Hier haben wir tatsächlich das Ende des Lechwegs erreicht, und wir beglückwünschen uns. 125 km Fußweg liegen hinter uns.

Der Fall selbst ist eigentlich ziemlich unspektakulär, da künstlich angelegt. Nachdem wir das Hotel erreicht haben setzt Dauerregen ein. Das Timing hat also optimal gestimmt!

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Juli 22

Vorletzte Etappe: Von Kuhfrisuren und Salamandern

Die Ausstellung der Kuh-Frisuren war leider schon vor 4 Jahren! Ich finde ja dass Kühe durchaus sympathisch sind – ob das wohl an der Frisur liegt..?

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Die heutige Strecke führt uns über ein hoch gelegenes Kapellchen an einem Steilhang an den Frauensee. Hier kann man sehr schön im klaren Wasser baden. Währenddessen trübt sich das Wetter ein, bis es schließlich ganz ordentlich gewittert. Die Zeit des stärksten Regens verbringen wir trocken in der Frauenseehütte bei zwei Runden Mäxle und einer gesponserten Runde Schnaps des Wirts.

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Auf der restlichen Strecke bis Pflach treffen wir in leichtem Nieselregen auf mehrere Salamander, die ganz schwarz sind und sich in der Feuchtigkeit wohlzufühlen scheinen.

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Abends drückt dann doch die Meldung des offensichtlichen Terroranschlags in München auf die Stimmung in der Gruppe.

Juli 21

Zöpfe am Auwald: 6. Etappe nach Weißenbach

Morgens erreicht uns eine Kaltfront mit Böenwalze und Regen! Zum Glück gehts heute später als üblich los, und bis wir Emil vom Naturpark Tiroler Lech treffen ist es auch schin wieder trocken. Mit Emil begehen wir das Stück im Auwald zwischen Stanzach und Forchach als Lehrwanderung. Wir lernen viel über den Wildfluss, seine Verbauung und Renaturierung, und über Flora und Fauna speziell in den Trockenauwäldern.

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Nachmittags setzen wir das vergleichsweise kurze Stück nach Weißenbach fort. Ein Highlight dabei ist die Holzhängebrücke, auf der sich maximal 5 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen. Am Lechausee springen wir ins Wasser. Der See hat die selbe türkise Farbe wie der Lech, ist von der Temperatur aber wesentlich angenehmer – ist aber gleichzeitig glasklar.

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Juli 21

Protokoll: Flora-Fauna-Habitat – Naturschutz am Beispiel der „wilden“ Flusslandschaft

Wir treffen Emil vom Naturpark Tiroler Lech, der gleichzeitig auch Mitglied bei Natopia ist. Mit ihm begehen wir den Trockenauwald zu einer Lehr-Wanderung. Der Trockenauwald zeichnet sich durch eine sehr dünne Humusschicht aus, mit nicht wasserspeicherndem Geröll darunter.

Die Leitarten des Auwalds sind Föhre (österreichischer Begriff für Kiefer), Tamariske und Weide (Salix), aus deren Rinde früher Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) zur Schmerzstillung gewonnen wurde.

Durch frühere Überschwemmungen des Lech wurde durch bestimmte Baumaßnahmen (Buhnen und Geröllsperren an den Zuflüssen) versucht, den Fluss zu zähmen. Jedoch nach zunehmend schweren Überschwemmungen des Lech wurde die Sachlage neu beurteilt und festgestellt, dass durch diese Baumaßnahmen der Flusspegel und damit der Grundwasserspiegel gesunken war. Dies war das Gegenteil dessen, was eigentlich erreicht werden sollte.

Aus diesem Grund wurde für die Renaturierung der Rückbau der Buhnen und der Bau einer Geschiebefalle beschlossen. Außerdem wurden die Geröllsperren der Zuflüsse wieder geöffnet.

Auf unserer heutigen Wanderung sahen wir verschiedenste Orchideen, wie zum Beispiel das seltene Wintergrün, die weiße Waldhyazinthe, das große Zweiblatt, das gefleckte Knabenkraut und die wohlriechende Händelwurz. Des weiteren sahen wir die giftigste Pflanze Europas, den blauen Eisenhut; außerdem Wacholder in Form von Bäumen und die Vitamin C-haltige Berberitze.

Was wir leider nicht beobachten konnten, waren ausgewilderte Steinadler sowie Gänsegeier. Letztere hatten sich aus anderen Naturschutzgebieten am Lech angesiedelt. Der Fluss selbst beherbergt ein kinderfressendes Monstrum namens Bluatschink, eine Art Wasserwolpertinger. Für die Dauer einer Woche seien auch zwei Exemplare deutscher Wolpertinger am Lech beobachtet worden, wie Aufnahmen belegen. Der weitere Verbleib dieser Exemplare ist unklar, Vermutungen lassen annehmen dass sie wieder ins Herkunftsland zurückgekehrt sind.

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Dieses Protokoll wurde erstellt in Co-Produktion von Annette und Björn, mit Unterstützung von Rainer