November 5

Unsere persönliche Höllenschlucht von Taborno

Durch den verwunschenen Zauberwald gehts per Mietwagen ins Anaga Gebirge. Mit Berührung der Wolkenbasis. Allein die Fahrt zum Ausgangspunkt ist also schon mal ein eigener Programmpunkt.

In der Cantina von Afur gibts erstmal nen kleinen Cafè, bevor wir uns aufn Weg machen. Hinter der Kapelle gibts ja so viele Wanderwege dass man eigentlich garnicht weiß wohin man soll! So landen wir nach etlichen Ups and Downs schließlich in Taborno. Eigentlich nur ein Nest, aber mit hübschen Ausblicken und auch ein paar anderen versprengten Touristen.

Puh, für Sesselpupser wie uns war das eigentlich auch schon ein ganz schönes Stück bis hierhin. Dabei liegt für die geplante Rundtour die eigentlich halsbrecherische Passage die im Rother Wanderführer schwarz markierte Tour noch vor uns! Der Abstieg zum Playa de Tamadite durch ein Barranco.

Ein von Dornen gespickter steiler Trampelpfad, teilweise wild bewuchert und mit tiefen felsigen Abgründen, wo die Beine allein bei dessen Anblick zu Wackelpudding werden. Jedenfalls hats uns beide schön auf den Arsch gesetzt. Immer denkt man, gleich das Meer zu erreichen.

Vorbei gehts etwas tiefer an winzigen Feldern, die wohl tatsächlich auch bestellt werden, mit kleinen Behausungen darauf. Der Strand am Meer unten ist wild und mit entsprechendem Küstenpanorama. Der Sand ist schwarz und grob, die Brandung hoch. Ein echter Abenteuer Ort mit wenig Leuten.

Es tut gut die Botten auszuziehen und die qualmenden Füße in den anbrandenden Wellen zu kühlen.

Zurück gehts auf dem direkten Weg nach Afur – wo irgendein Hirni ständig mit – einem Gewehr..? – rumballert.

GPS-Track

Animierter Satellitentrack auf Doarama

Oktober 5

Rund um das Piano Grande

Heute mal was vom Fliegen. Im Nationalpark Sibillinische Berge oberhalb von Norcia liegt das verträumte Dorf Castelluccio quasi als Abschluss der Hochebene namens Piano Grande. Das Dorf kauert malerisch auf einem Hügel in ca 1400m Höhe, und entsprechend alpin ist auch die Umgebung. Bis 2500m reichen hier die grasbewachsenen und dabei gleichzeitig schroffen Berge.

 

Zu acht sind wir aus Berlin angereist, sieben davon Gleitschirmflieger. In der Unterkunft von Rodolfo ist bereits eine Schweizer Gleitschirmschule aus Chur untergebracht als wir spätabends ankommen. Die Gegend ist bekannt unter Tütenfliegern, und mittlerweile gibt es in dem kleinen Dorf mehrere Restaurants und Unterkünfte.

Bei gutem Flugwetter ist es hier morgens meistens noch neblig. Hier unsere Unterkunft am frühen Morgen:


Auf jeden Fall war der erste Flugtag schon mal ein richtig netter Einstieg, gestartet vom Fontanile Richtung Osten mit Blick auf das Piano Grande. Außer uns Berlinern sind noch 2 acro-ambitionierte Franzosen und eben die Schweizer in der Luft. Es geht bis an die Basis hoch, teils ist es etwas turbulent.


Auch der Nachmittagsflug war noch mal sehr ergiebig und gegen Abend dann auch soft in der Luft.

Juli 15

11 Freunde müsst ihr sein..?

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Füssen ist viel Betrieb, da statt der Züge nur die Busse im Schienenersatzverkehr rollen. Meine Bedenken die Gruppe in dem Durcheinander nicht finden zu können, waren unbegründet.

Durch das Erkennungsmerkmal „Rucksack zwischen 30 und 50l mit Wanderstöcken“ ist das Teilnehmerfeld schnell identifiziert. So kommen 11 TeilnehmerInnen zusammen, plus zwei Betreuerinnen. Überschaubar und weniger als auf manch organisierter Gleitschirmreise – das ist prima!

Mit dem eigens angemieteten Shuttlebus fahren wir den Lech stromaufwärts – also die Strecke, die wir uns später in der anderen Richtung erarbeiten werden. Ausblicke auf den LECH. Im Bus werden die ersten persönlichen Worte getauscht. Es ist bewölkt, teils nieselt es.

Beim Abendessen (sehr lecker mit Schlutzkrapfen!) gibt es eine Vorstellungsrunde. Tatjana und Ann-Katrin erklären, wie sie sich insbesondere den Bildungsteil der Veranstaltung vorstellen und wie sich die Teilnehmer dabei einbringen sollen. Klingt gut!

Außerdem stellt sich beim anschließenden Bier heraus, dass noch andere Gleitschirmpiloten teilnehmen. Not „the only paraglider in the village“..?

Morgen um 7 gibts jedenfalls Frühstück. Dann gehts per Bus zum Formarinsee, der als Quelle des LECH gilt, und von dort per pedes zurück nach Lech.

Juli 14

Der Rucksack ist gepackt -> 8kg

Der Rucksack ist gepackt – mit 8kg Gewicht für die nächsten 9 Tage. Der Zug fährt morgen früh um 4:32 ab!

..aber was hab ich mir da eigentlich vorgenommen? Es ist eine Bildungsreise, die u.a. vom Land Berlin als Bildungsurlaub anerkannt wurde. Hier die Beschreibung des Trägers: https://www.arbeitundleben.de/bildungsurlaubsangebote/al-rheinland-pfalz/event/104-wilder-fluss-sanfter-tourismus-regionalentwicklung-nachhaltigkeit-und-marketing-entlang-des-lechwegs