Juni 18

Über die Cargolifter-Halle, Frankfurt und Slubice bis Kostrzyn

Der Tag im Nachhinein

Das Vorhaben vom letzten Donnerstag ließ sich tatsächlich fast wie geplant umsetzen. Sehr früh um 9:30 gestartet bei Wolkenthermik, bevor es dann immer mehr „blau“ wurde – also ohne Wolken oder nur die Andeutung von Wolken.

Kleine Notiz am Rande: der Luftraum EPR30 über der Warte-Mündung scheint nur für Motor-Fluggeräte zu gelten. Wenn man bei airspace.xcontest.org den Button „Paragliding“ antippt, verschwindet dieser Luftraum. Da es sich hier um ein Naturreservat handelt, könnte ich mir die Logik dahinter auch gut vorstellen.

Das ist die EPR30, wie sie in xc.dhv.de im Track sichtbar ist:

..und hier die Karte von airspace.xcontest.org mit aktiviertem Paragliding, wo die EPR30 nicht auftaucht:

Der zugehörige Kommentar und Tracklog

Einfach ins gemachte Nest setzen und dann auch noch die Pole-Position der Starteihenfolge einnehmen? Fliegt – sogar mit Thermik-Anschluss! Vielen Dank an Ronny, Markus und Ralf fürs frühe Aufbauen und den Vortritt – und an Thomas fürs Aufsammeln vom Bahnhof    🙂

@Ralf, sehr hilfreich war auch, gerade am Anfang zusammen zu kurbeln um ein Gefühl für den Tag zu kriegen.

 

Jedenfalls gab es schon so ein paar Bärte wo man sich echt Hölle konzentrieren musste – vor allem nach der Abtrocknung. Gefühlt waren das manchmal nur zerrissene Vorbärte, und nach dem Durchfliegen derselben gings dann besser.

Bin ziemlich genau die Strecke abgeflogen, die ich mir am Vorabend als Task erstellt hatte. Über die markante Cargolifter Halle und später Frankfurt bzw. Slubice hinweg. Dann – auch das gemäß der (offenbar ausbaufähigen) Taskplanung – am Luftraum gegroundet. Hätte ich mir ja nicht träumen lassen dass es überhaupt so weit geht.

Weiter verbesserungswürdig: die Routenwahl ganz am Ende im Bereich des überaus feuchten Warte Mündungsgebiets. Da wärs gut gewesen vorher auf die deutsche Seite zu wechseln – wie ich jetzt sehe die Flugarena von Reitwein!

 

Aber trotz fehlender Zloty gut nach Hause gekommen. Per Anhalter gings schnell zum Bahnhof, und das Ticket von Kostrzyn mit der Heidekrautbahn nach Berlin-Lichtenberg in 90 Minuten kostet gerade mal 13€. Kartenzahlung am Schalter(!) inklusive Beratung machts möglich.

Track, Bilder und sonstige technische Daten zum Flug findest du auf xc.dhv.de

Juni 13

Morgen auf Strecke – mit Task

Ich möchte mir zukünftig anhand der Wetterprognosen für den folgenden Flugtag eine geplante Strecke erstellen. Bei Wettbewerben funktioniert das ja auch (manchmal). Hier also mal die Screenshots der aktuellen Wettervorhersage und des geplanten Tasks. Bin mal gespannt, ob im nachhinein:

  • die Wetterprognosen einigermaßen eingetroffen sind
  • der Task am tatsächlichen Wetter gespiegelt im Nachhinein ungefähr Sinn gemacht hat

Dabei ist der Task ziemlich weit gesetzt, aber mal sehen ob wenigstens die Richtungen halbwegs stimmen – sodenn man überhaupt hoch- geschweige denn weg kommt. Oder den Task anders beschrieben: zuerst über die Cargolifter-Halle (Tropical Islands), dann Richtung Frankfurt/Oder.

..oder..?

August 2

Flatlands 2017 – Status Tag 3

Kurzer Status zwischendurch von den Flatlands in Altes Lager. Heute kommt der RBB, um von dem Wettbewerb zu berichten. Gestern und vorgestern wurde zwar jeweils eine Aufgabe gestellt, die dann jedoch kurz nach Beginn wieder gestoppt wurde. Grund war die Wind- und Wetterlage.

Heute gibt es einen Task, und zwar geht es etwa 60km Richtung Osten zur ehemaligen Cargolifterhalle, wo heute das Mega-Spaßbad Tropical Island drin ist. Heute zu High Noon um 12:00 startet der Task. Ich bin an Startstelle Süd der siebte Starter.

Den offiziellen Blog zum Wettbewerb findet ihr hier: https://www.dcb.org/wettbewerbe/flatlands-gs/2017/

 

Oktober 5

Rund um das Piano Grande

Heute mal was vom Fliegen. Im Nationalpark Sibillinische Berge oberhalb von Norcia liegt das verträumte Dorf Castelluccio quasi als Abschluss der Hochebene namens Piano Grande. Das Dorf kauert malerisch auf einem Hügel in ca 1400m Höhe, und entsprechend alpin ist auch die Umgebung. Bis 2500m reichen hier die grasbewachsenen und dabei gleichzeitig schroffen Berge.

 

Zu acht sind wir aus Berlin angereist, sieben davon Gleitschirmflieger. In der Unterkunft von Rodolfo ist bereits eine Schweizer Gleitschirmschule aus Chur untergebracht als wir spätabends ankommen. Die Gegend ist bekannt unter Tütenfliegern, und mittlerweile gibt es in dem kleinen Dorf mehrere Restaurants und Unterkünfte.

Bei gutem Flugwetter ist es hier morgens meistens noch neblig. Hier unsere Unterkunft am frühen Morgen:


Auf jeden Fall war der erste Flugtag schon mal ein richtig netter Einstieg, gestartet vom Fontanile Richtung Osten mit Blick auf das Piano Grande. Außer uns Berlinern sind noch 2 acro-ambitionierte Franzosen und eben die Schweizer in der Luft. Es geht bis an die Basis hoch, teils ist es etwas turbulent.


Auch der Nachmittagsflug war noch mal sehr ergiebig und gegen Abend dann auch soft in der Luft.